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Digitalisierung in Produktion und Logistik – neue Marktpotenziale dank 5G?

Industrie 4.0, Digitalisierung und IoT (Internet of Things) sind in der Industrie und darüber hinaus längst in aller Munde – doch was bildet den Grundpfeiler dieser digitalen Transformation von Unternehmen im 21. Jahrhundert? Wo immer mobile Endgeräte Verwendung finden, ist eine digitale Datenübertragung unumgänglich. Der Mobilfunkstandard 5G stellt eine Technologie dar, welche einen immensen technologischen Fortschritt in diesem Bereich verspricht.

Die 5G Technologie, die fünfte Generation der Datenübertragung und Nachfolger der 4G bzw. LTE Technologie, kann nicht nur wesentlich größere Datenmengen übertragen, sondern erlaubt auch eine etwa 100 Mal schnellere Übertragung nahezu in Echtzeit. Noch dazu können im gleichen Netz bis zu eine Millionen Geräte gleichzeitig aktiv sein, wo bisher in 4G Netzen mit ca. 200 Geräten ein Maximum erreicht war. Bisher profitieren vor allem Industrieunternehmen von der neuen Technologie, da sie eine Möglichkeit der kabellosen Vernetzung von Maschinen und Sensoren bietet.

Aber auch zukunftweisende Entwicklungen wie autonome Fahrzeuge werden die innovative 5G Technologie benötigen, um relevante Daten in Echtzeit übertragen zu können. Dennoch können nicht nur „große Player“ von 5G profitieren, sondern auch kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) bietet sie die Möglichkeit, ihr Werksgelände zu digitalisieren und Innovation voranzutreiben. Vor allem in Produktion und Logistik werden digitale Maschinen und Geräte immer alltäglicher, sodass eine stabile Datenübertragung gewährleistet sein muss, um einen reibungslosen Arbeitsalltag zu ermöglichen.

Da für die Erschließung eines 5G Netzes sämtliche Mobilfunkmasten an Glasfaserleitungen angebunden und spezielle Frequenzen frei sein müssen, wird eine flächendeckende Verfügbarkeit in Deutschland erst im Jahr 2025 erwartet. Das im September 2020 gegründete Innovationsforum „5GrT – 5G-ready Testfeld im nördlichen Rheinland-Pfalz“ soll ermöglichen, dass Unternehmen und Hochschulen im Raum um Koblenz und darüber hinaus bereits früher ein funktionierendes 5G Testfeld zur Verfügung steht. Ziel des neunmonatigen Projektes ist es, ein offenes Netzwerk zwischen Firmen und Forschungseinrichtungen zu erschließen, um das Verständnis um 5G und die damit einhergehenden Anwendungen und Technologien aufzubauen und Know-how in der Region zu verankern.

Das Forum wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und durch die Hochschule Koblenz respektive Herrn Prof. Dr. Wolfgang Kiess begleitet. Zudem gehören dem Netzwerk namenhafte Firmen der Region an, wie z.B. Schottel, Laserline und seit Kurzem auch HAHN Automation. „Die 5G Technologie ist für unser Unternehmen auf drei Ebenen gleichzeitig sehr interessant, da sie uns zum einen als Arbeitgeber die Möglichkeit bietet, Arbeitsplätze flexibler zu gestalten, zum anderen aber auch direkt Geschäft generieren kann,“ erläutert Geschäftsführer Frank Konrad. „Mit zunehmender Erschließung flächendeckender 5G Netze wird der weltweite Bedarf an 5G-fähigen Geräten rapide steigen, was für uns neue Opportunitäten für Automatisierungstechnik in den verschiedensten Branchen schafft. Der dritte und nicht zu vernachlässigende Faktor ist die Maschinenkommunikation sowie digitale Datenverarbeitung, welche in der Industrie zunehmend an Wert gewinnt. Ein 5G Produktionsnetzwerk wird zukünftig sicherlich die optimalen Rahmenbedingungen für wertvolle Analysen und Prozessoptimierung schaffen.“

 

Quellen:

https://5grt.de/

https://www.youtube.com/watch?v=q4mQUgJzkZE